| 25.07.07:
Unser 2. Tag mit dem Leihwagen. Das Motorrad blieb beim Hotel, weil
mir noch von der gestrigen Fahrt die Augen von dem Fahrtwind brannten
(Leih-Helm hatte kein Visier). Wärme erprobt, wie wir jetzt waren,
sollte unser Tour-Ziel erneut Korfu-Stadt sein, dieses Mal aber im Hellen.
Nach dem Tanken erreichten wir zielstrebig den Parkplatz am alten Hafen
von Kerkyra. In der Altstadt
war um die Mittagszeit weitaus nicht so viel los wie am gestrigen Abend.
Und so bummelten wir in aller Ruhe durch die Gassen und Geschäfte.
Bei Mc Donalds am Platz vor der neuen Burg stärkten wir uns mit
einem Milchshake für 1€ das Stück, bevor wir uns auf
den Weg zu einem speziellen
Hotel machten. Der Junior-Besitzer unseres Hotels Panos hatte uns nämlich
einen „Geheim“-Tipp für einen Aussichtspunkt gegeben:
die Bar auf der Dachterrasse des Hotels Cavallieri in der Nähe
des neuen Hafens. Wir betraten also das Hotel und fuhren mit dem winzigen
Aufzug bis in den sechsten Stock. Die Bar öffnete zwar offiziell
erst ab 18:00 Uhr, aber die Tür zur Terrasse war zu unserem Glück
nicht verschlossen. Von hier oben hatte man wirklich einen tollen
Rundumblick über Korfu-Stadt. Wir konnten unseren Blick
über die Dächer und Gassen der Altstadt, die Burgen und das
Meer schweifen lassen bis hin zum Flughafen und dem Pantokrator. Dies
war ein schöner Abschluss unseres Besuchs in Kerkyra.
Den Nachmittag wollten wir mit Baden verbringen. Vorher versorgten wir
uns aber noch in einem Supermarkt mit neuen Wasserflaschen und frischem
Obst. Weil das Obst selbst gewogen werden musste, ging dies nicht ganz
ohne Probleme, da die Kundenwaage für über 30 Sorten nur in
Kyrillisch beschriftet war. Es klappte dann schließlich doch ;-)
, und so machten wir uns auf, quer über die Insel zu einem Strand
an der Westküste zu fahren. Über Pelekas ging es über
eine gewundene Straße zum Beach von Glifada.
Die schöne Bucht wurde eingerahmt von stark bewaldeten Hügeln
und von oben gesehen
teilte sich der Strand in zwei Abschnitte: einen ziemlich vollen Teil
mit vielen Mietliegen/Mietschirmen und einen fast leeren Teil ein paar
Meter weiter links. Wir bevorzugten die ruhigere Ecke, relaxten auf
dem feinen Sand und tobten uns in den tollen Wellen aus.
Gegen 20:00 Uhr packten wir wieder unsere Sachen und mussten uns schon
fast beeilen, wenn wir den bei Pelekas gelegenen
Aussichtpunkt „Kaiser’s Throne“ noch vor Sonnenuntergang
erreichen wollten. Mitten in Pelekas wies uns ein kleines Hinweisschild
eine schmale Straße zu unserem Ziel. Wir waren nicht die Einzigen,
die hier die Aussicht genießen wollten. Mit Mühe fanden wir
noch einen Parkplatz, bevor es gegenüber einer Sunset-Taverne zwischen
alten Mauern hindurch zum „Kaiser’s Throne“
ging. Die langsam zwischen den Hügeln versinkende warme Sonne erzeugte
zusammen mit dem weiten Blick über die Insel und das Meer eine
atemberaubende Stimmung. Alle Alltagsgedanken waren aufgrund der Eindrücke
wie weggeblasen und viele Besucher schienen erst wieder aus ihren Träumen
aufzuwachen, nachdem die Sonne untergegangen war.
Bei zunehmender Dunkelheit ging es über die Hauptstraße zurück
in Richtung Norden der Insel. Da uns die Sunset-Taverne beim „Kaiser’s
Throne“ als zu teuer erschienen war, suchten wir jetzt für
unser Abendessen an anderer Stelle eine nette Taverne. Parallel zur
Straße gab es im Hinterland aber kein berauschendes Angebot und
so bogen wir nach Paleokastritsa ab. Nachdem wir noch schnell in einem
Geschäft eine der riesigen Wassermelonen (mussten wir einfach haben;
mindestens 30cm) gekauft hatten, speisten wir gemütlich in einer
Taverne direkt am Strand von Lipades zu vernünftigen Preisen. Über
mittlerweile stockfinstere und fast autoleere Straßen durch das
einsame Hinterland von Korfu erreichten wir schließlich wieder
unser Hotel Panos in Acharavi.
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