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REISEBERICHT   THASSOS   (Nord-Ägäis)


(Urlaub 2005)
Hinweis: da der Reisebericht recht lang geworden ist, wurde er in Unterkapitel aufgeteilt, die direkt angesprungen werden können!
Kapitel 1: Anreisetag, Kavalla, Fähre, Hotel
Kapitel 2: Potos (Motorrad), Limenaria, Psili Amos, Sun Beach
Kapitel 3: Theologos, Wasserfall Lakkos Kastrinon, Kastro, Potos
Kapitel 4: Ruhetag, Motorrad-Tausch, Abendessen in Theologos
Kapitel 5: Bergwerk, Kloster, Paradise Beach, Marmor bei Alyki
Kapitel 6: Jet Ski (Albatros), Potos, Wein am Strand
Kapitel 7: Limenaria, Metallia Beach, Pefkari
Kapitel 8: Maries, Skala Marion, Limenaria, Potos
Kapitel 9: Limenas/Thassos-Stadt, Skala Prinos, Limenaria
Kapitel 10: Strandtag oder „eine kleine Odyssee“
Kapitel 11: See von Maries, Gipfeltour zum Ipsarion, Kastro
Kapitel 12: (Mikros-/Megalos-) Prinos, Sk. Kallirachis, Limenaria
Kapitel 13: Paradise B., Sk. Potamia, Kr. Ammoudia, Panagia
Kapitel 14: Abreisetag


Kapitel 13: Paradise Beach, Skala Potamia, Krisi Ammoudia, Panagia, Barbeque

02.08.05 Dienstag
Für Grit war heute Gammeltag angesagt. Nachdem wir uns zum Hotel-Barbeque an der Rezeption angemeldet hatten, packte ich meine Sachen und machte mich auf, die Ostküste zu erkunden. Die obligatorische Wasserflasche war natürlich dabei. Mein ersterParadise-Beach, Thassos Zwischenstopp sollte beim Paradise Beach sein. Von der Küstenstraße fuhr ich den engen Sandweg hinunter zum Strand. Nicht nur der feine Sand sondern auch die vielen Huckel und Löcher machten das Fahren schwer. Unten angekommen, stellte ich zu meinem Schrecken fest, dass der Staubparkplatz so voll war, dass man sogar mit einem Motorrad Abstellprobleme gehabt hätte. Der Strand sah nicht anders aus; ein Badelustiger neben dem anderen. Grausam. So hatte ich die Bucht bei unserem ersten Besuch nicht erlebt. Da konnte man damals nur von Glück reden. Also nichts wie weg hier, sofern der Gegenverkehr und die an der Steigung fast Skala-Potamia, Thassosfestgefahrenen Autos es zuließen. Endlich wieder auf der Asphaltstraße rollte ich weiter durch herrlich grüne Pinienwälder an der Küste entlang in Richtung Skala Potamia und Chrisi Ammoudia. Durch die kurvenreiche Straßenführung boten sich immer wieder neue herrliche Ausblicke über das Meer. Kurz vor Skala Potamia hielt ich an einem Aussichtspunkt oberhalb der Bucht an, trank durstig aus meiner Wasserflasche und ließ mein Auge über den kilometerlangen Sandstrand und das blaue Meer schweifen. So einen richtigen Ort mit Kern schien es hier nicht zu geben. Stattdessen reihte sich Hotel an Hotel. Die Hauptsaison zeigte auch hier ihre Auswirkungen. Zahlreiche Urlauber tummelten sich am Strand und in den angrenzenden Tavernen. So richtig gefiel es mir hier nicht, obwohl der Strand an sich traumhaft und das Hinterland mit dem höchsten Berg der Insel, dem Ipsarion, sehr schön war. Bei meiner weiteren parallel zumTaverne bei Chrisi Ammoudia, Thassos Strand verlaufenden Fahrt ans nördliche Ende der Bucht entdeckte ich auch noch einen recht vollen Campingplatz. Alles in Allem die reinste Touristenhochburg, gar nicht zu vergleichen mit der relativen Ruhe an unserem San Antonio Beach in der Nähe von Potos. Da mittlerweile sowohl mein Tank als auch mein Magen ziemlich leer waren, hielt ich zunächst Ausschau nach einer nicht so überlaufenen Taverne. Glücklicherweise wurde ich etwas oberhalb von Chrisi Potamia, ThasosAmmoudia fündig. Eine recht große Taverne mit dem Namen "Vigli". Schön unter Pinien im Schatten sitzend bestellte ich mir ein Sandwich und eine Cola. Der Schatten tat richtig gut, obwohl es auch hier so um die 38 Grad waren. Die Ruhe hier und der phantastische Blick zwischen den in sattem Grün leuchtenden Bäumen hindurch auf das in der Sonne schillernde türkisfarbene Meer weckten schließlich wieder meinen Erkundungswunsch. Nachdem ich auch meiner Enduro einen vollen Tank in Skala Potamia beschert hatte, ging es nach Potamia. Im Vergleich zu dem Bereich von Golden Sand wirkte das kleine Bergdorf mit seinen engen Gässchen und wenigen, aber typisch griechischen Läden regelrecht verschlafen. Nach einem Panagia, Thassoskurzen Schlenker die Straße bergauf zur Kirche, in deren Nähe auch der Fußweg zum Ipsarion beginnt, fuhr ich weiter über eine schöne kurvenreiche Straße weiter nach Panagia. Immer wieder bot sich mir ein einmaliger Blick über die Bucht, während ich immer mehr an Höhe gewann. Plötzlich war ich mitten in Panagia, denn die Hauptstraße schlängelte sich direkt durch den Ortskern mit seinen Tavernen und Geschäften. Kurz nachdem ich dort links abgebogen war und die Straße durch die angrenzenden Häuschen immer enger wurde (Einbahnstraße), fiel mir sofort in einer kreuzenden Gasse der kleine Kanal auf, durch den Quellwasser bergab schoss. In regelmäßigen Abständen wurde dieser immer wieder von netten Bogenbrücken überspannt. Der gepflasterten Straße folgend erreichte ich schließlich die Kirche des Ortes. Sie war relativ groß und von innen pompös im typiPanagia, Thassossch griechisch-orthodoxen Stil eingerichtet. Daran angrenzend lag ein gepflegter Friedhof, dessen Gräber alle aus leuchtend weißem Marmor bestanden. Zurück auf der Straße fand ich jetzt auch den Ursprung des kleinen Kanals, einen nett angelegten Platz mit großen schatten spendenden Bäumen und diversen Quellen, aus denen reichlich kristallklares Wasser sprudelte. Eine rauschende Idylle, die auch ein alter Einheimischer in aller Ruhe auf einer Bank genoss. Es tat richtig gut, bei der Wärme sich das kalte Wasser über den erhitzten Kopf laufen zu lassen. Welch eine Erfrischung. So langsam wurde es aber wieder Zeit, den Rückweg anzutreten, denn am Abend war ja noch das Barbeque im Hotel angesagt. Also machte ich mich auf, der Einbahnstraße wieder in Barbeque Hotel Atrium, ThassosRichtung Ortskern zu folgen. Vorbei an den Geschäften, die u. a. Dinge des Handwerkes anboten, verließ ich Panagia und erreichte bald wieder die Küstenstraße bei Golden Sand. Als ich so die Küste mit ihren verschieden Buchten und Orten entlang zum Hotel rollte, wurde mir schon etwas wehmütig ums Herz, denn der Urlaub neigte sich ja so langsam dem Ende zu und es war schon wie ein Abschied von Thassos und weder morgen noch übermorgen würde ich hier wieder vorbeikommen. Als ich im Hotel angekommen war, machten wir uns nach einem kurzen Bad im Meer fertig und gingen in unseren Hotelgarten zum Barbeque. Der Grill war schon voll in Betrieb und wir suchten uns einen Tisch in der Nähe des Strandes. Nachdem die „Schnarchnase“ von der Pool-Bar uns endlich registriert hatte, bekamen wir schließlich auch eine Tischdecke und Getränke. Sobald wir uns die ersten Beilagen vom Buffet geholt hatten, wurde auch schon von dem gut gelaunten Mario das erste gegrillte Fleisch, leckere Souflaki-Spieße, an den Tisch gebracht. Dies lockte leider auch die nervigen Wespen an, die dann aber nach Sonnenuntergang wie gewohnt wieder verschwanden.


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