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REISEBERICHT   THASSOS   (Nord-Ägäis)


(Urlaub 2005)

Hinweis: da der Reisebericht recht lang geworden ist, wurde er in Unterkapitel aufgeteilt, die direkt angesprungen werden können!
Kapitel 1: Anreisetag, Kavalla, Fähre, Hotel
Kapitel 2: Potos (Motorrad), Limenaria, Psili Amos, Sun Beach
Kapitel 3: Theologos, Wasserfall Lakkos Kastrinon, Kastro, Potos
Kapitel 4: Ruhetag, Motorrad-Tausch, Abendessen in Theologos
Kapitel 5: Bergwerk, Kloster, Paradise Beach, Marmor bei Alyki
Kapitel 6: Jet Ski (Albatros), Potos, Wein am Strand
Kapitel 7: Limenaria, Metallia Beach, Pefkari
Kapitel 8: Maries, Skala Marion, Limenaria, Potos
Kapitel 9: Limenas/Thassos-Stadt, Skala Prinos, Limenaria
Kapitel 10: Strandtag oder „eine kleine Odyssee“
Kapitel 11: See von Maries, Gipfeltour zum Ipsarion, Kastro
Kapitel 12: (Mikros-/Megalos-) Prinos, Sk. Kallirachis, Limenaria
Kapitel 13: Paradise B., Sk. Potamia, Kr. Ammoudia, Panagia
Kapitel 14: Abreisetag


Kapitel 2: Potos (Motorrad), Limenaria, Psili Amos, Sun Beach

22.07.05 Freitag
Holla, wieder hieß es früh aufstehen. Die Reiseleitung hatte sich für 9:30 angekündigt. Da es nur bis 10:00 Uhr Frühstück gab, mussten wir wohl oder übel vorher essen gehen. Bei mittlerweile 28 Grad im Schatten verkündete dann Chris, unsere Reiseleiterin, im Hotelgarten ihre Tipps, die nicht so berauschend waren, zumal sie sich eher nach einer Anpreisung der von ihr angebotenen Touren anhörten. Für uns nicht so interessant (bis auf die Preisliste für Bikes), da wir sowieso lieber wieder auf eigene Faust die Insel erkunden wollten. Also ab nach Potos, eine Enduro mieten. Die Straße entlang brauchten wir ca. 20 Min. bis zum Zentrum. Das mit der Suche nach den Verleihern von Motorrädern gestaltete sich gar nicht so einfach, da diese nicht an den großen Straßen zu finden waren, sondern in den kleinen Gässchen nahe der Strand-Promenade. Beim ersten gab es nur Scooter, keine Enduros. Schließlich fand ich doch noch den von Chris angepriesenen „Easy Rider“-Verleiher. Leider stand gerade nur eine 125er Enduro zur Verfügung, eine 500er Yamaha XT stellte er mir aber 3 Tage später in Aussicht. Bei 13 Tage Mietdauer ließ sich gut über den Preis verhandeln. Endergebnis: 125er für 20€/Tag und 500er für 30€/Tag (5€ bzw. 10€/Tag billiger als bei Buchung über unsere Reiseleitung ?). Schwups, schwups, schon war das erste Bare weg und da es in Potos keine Bank gibt, fuhren wir nach Limenaria, um die ersten American-Express-Traveler-Cheques einzutauschen. Knapp schafften wir es noch, da die Bank "Agrotiki Trapeza" freitags nur bis 14:00Uhr geöffnet hatte. So eine griechische Bank war schon interessant. Niemand von den Angestellten lief hier mit Anzug oder Kostüm rum. Und Emotionen wurden auch vor Kunden frei rausgelassen ;-). Mit frisch gefülltem Portmonee aber leerem Magen entschlossen wir uns, für einen griechischen Salat in eine der Tavernen an der Strandpromenade einzukehren. Am nördlichen Ende, direkt oberhalb des 3 Meter schmalen, kieseligen Strandes, wurden wir fündig, bei einem netten Griechen, der jahrelang in Bayern gelebt hatte, recht gut Deutsch sprach und ein wahrer Spaßvogel war. Bei dem tollen Blick über die Bucht, das glitzernde Meer und dem herrlichen Sonnenschein war eine ausgelassene Urlaubslaune vorprogrammiert und der Salat schmeckte, obwohl er nicht so ganz typisch griechisch war (mit Eiern?!). Psili Amos, ThassosNachdem wir uns wieder von der tollen Sicht losreißen konnten und ins Hotel zurückgekehrt waren, hielt es mich als begeisterter Motorradfahrer nicht mehr und ich gondelte noch mal allein los in Richtung Astris. Auf der Suche nach einer schönen Bucht machte ich halt am Beach von Psili Amos. Die Bucht war auch schön, aber der feinsandige Strand recht schmal und viel zu überlaufen. Überall tobende Kinder. Weiter gings zum Sun Beach. Eine kleine Schotterstraße führte von der Küstenstraße zwischen Olivenbäumen und vorbei an einem Campingplatz zum Meer. Der Strand hier war schon besser, wesentlich ruhiger, zu 2/3 mit Mietschirmen, zu 1/3 „frei belegbar“ und auch feinsandig. Mittlerweile stand die Sonne schon recht tief und einige machten sich schon fertig, den Strand zu verlassen, so dass ich mich auch auf den Weg zurück zum Hotel machte. Im Zimmer setzten wir kurz das ganze Bad unter Wasser (sprich: duschten) und überlegten, wo wir zu Abend essen sollten. Zu Fuß sollte es sein und nicht am Hotel. Also ab an den Strand, 30 Meter weiter in Richtung Potos lag das „Sea Brease“. Eine recht gemütlich aussehende Taverne mit Tischen unter freiem Himmel und gedämpftem Licht. Komisch, um diese Zeit nur 2 Tische besetzt? Hm. Na ja, die Bedienung war zumindest sehr flott und super freundlich. Als das Essen kam waren wir aber etwas enttäuscht. Es schmeckte ziemlich fade, dafür mundete aber die noch nachbestellte Flasche Rotwein. Eine Überraschung gab es mit der Rechnung: Essenspreise ok, aber der Rotwein ... Die Flasche hatte uns 14€ gekostet. Merke: nie einfach aus der Urlaubslaune heraus bestellen, sondern immer vorher in die Karte schauen. Wir hatten wieder mal etwas dazugelernt ;-).


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