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REISEBERICHT   THASSOS   (Nord-Ägäis)


(Urlaub 2005)

Hinweis: da der Reisebericht recht lang geworden ist, wurde er in Unterkapitel aufgeteilt, die direkt angesprungen werden können!
Kapitel 1: Anreisetag, Kavalla, Fähre, Hotel
Kapitel 2: Potos (Motorrad), Limenaria, Psili Amos, Sun Beach
Kapitel 3: Theologos, Wasserfall Lakkos Kastrinon, Kastro, Potos
Kapitel 4: Ruhetag, Motorrad-Tausch, Abendessen in Theologos
Kapitel 5: Bergwerk, Kloster, Paradise Beach, Marmor bei Alyki
Kapitel 6: Jet Ski (Albatros), Potos, Wein am Strand
Kapitel 7: Limenaria, Metallia Beach, Pefkari
Kapitel 8: Maries, Skala Marion, Limenaria, Potos
Kapitel 9: Limenas/Thassos-Stadt, Skala Prinos, Limenaria
Kapitel 10: Strandtag oder „eine kleine Odyssee“
Kapitel 11: See von Maries, Gipfeltour zum Ipsarion, Kastro
Kapitel 12: (Mikros-/Megalos-) Prinos, Sk. Kallirachis, Limenaria
Kapitel 13: Paradise B., Sk. Potamia, Kr. Ammoudia, Panagia
Kapitel 14: Abreisetag


Kapitel 3: Theologos, Wasserfall von Lakkos Kastrinon, Kastro, Potos

23.7.05 Samstag
Für heute planten wir einen Trip nach Theologos, ein kleines altes Dorf im Hinterland von Potos. Über eine gut ausgebaute Straße war es von unserem Hotel aus in ca. einer halben Stunde Fahrt zu erreichen. Am Ortseingang teilte sich die Straße. Wir nahmen den linken Abzweig, der uns aber nur an einer Taverne und oberhalb des Dorfes vorbeiführte. Viel uriger war der rechte Abzweig, der uns dann mitten ins Dorf führte, vorbei an alten Häusern, einem Bäcker mit einem großen, fauchenden Ofen und Theologos, Thasoseinem Schuster, der in seinem kleinen Geschäft jede Menge Leder-Sandalen fertigte. Kostenpunkt für jedes Paar 25€. Als wir den Laden neugierig betraten, schaute der Schuster genauso neugierig auf Grit’s Sandalen. Suchte er vielleicht Inspiration für neue Modelle? Von der Reiseleitung wussten wir, dass er auch Sandalen nach Maß anfertigte für diejenigen, die keine passenden Modelle fanden. Dauer der Fertigung in diesem Fall 2 Tage. Beim weiteren Bummel durch enge Gässchen bemerkten wir auch einige alte Häuser, die aufgegeben und dem Verfall überlassen waren. Eine Taverne lockte uns nun, sie lag vom Ortseingang kommend rechts vor dem Museums-Cafe und hatte einen Wendegrill, in dem sich die Zicklein drehten. Erstaunlich, sie war viel größer, als vom Eingang her zu vermuten war und hatte eine schöne Terrasse mit tollem Blick auf die bergige Landschaft. Viele Griechen schienen diese Taverne auch zu schätzen und hatten das gegrillte Zicklein bestellt. Der große griechische Salat kostete uns hier 5€ und zum Nachtisch gab es Baklawa (auf Kosten des Hauses), Blätterteig mit Mandeln, Nüssen und Zimt. Aufbruchstimmung machte sich jetzt wieder bei uns breit, zumal wohl auch eine größere Gesellschaft erwartet wurde und wir nicht so der Fan von Rummel sind. Grit hatte die Idee, doch mal zu den Wasserfällen von Lakkos Kastrinon zu fahren. Also den Führer vom Michael-Müller-Verlag gezückt. Dort stand, dass man vom Ortseingang 140 Meter die linke Abzweigung fahren undWeg zum Kastro, Thassos dann die links auftauchende Schotterpiste nehmen sollte. Eine richtige Enduro-/Jeep-Strecke, die sich den Hang hoch schlängelte, vorbei an ein paar Pferden bis zu einer Weggabelung mit einer großen Pinie und einer Mini-Kapelle. Das Hinterland öffnete sich unseren Blicken und gab die Sicht frei bis zu dem auf einem Berg liegenden Kastro. Während wir noch schnell unseren Sonnenschutz auffrischten tauchte eine Gruppe von hartgesottenen Wanderern auf. Ohne Gruß trotteten sie bei über 32 Grad (im Schatten) an uns vorbei. Wohl schon zu geschafft. Uns zeigte jedenfalls ein kleines Schild mit der Aufschrift „Kosta’s Taverne, nice waterfalls“ den weiteren Weg. Dem kurvigen Verlauf der Schotterpiste folgend, durchquerten wir bald ein ausgetrocknetes Bachbett und folgten diesem nach rechts abbiegend in ein schönes Tal hinein. Herrliche Wälder säumten unseren Weg und plötzlich floss Wasser durch das Bachbett. War waren also auf dem richtigen Weg zu den Wasserfällen, doch vorher mussten wir noch diverse Male den Bach kreuzen und recht starke Steigungen überwinden. Für unsere 125er Enduro war mit 2 Personen manchmal fast die Grenze der Leistungsreserve erreicht. Ein Jeep würde hier auch noch weiterkommen, aber das Dach sollte offen sein, damit man sich keine Beulen am Kopf holt (sehr holperig!). Endlich war der Wasserfall erreicht. Super schön gelegen, mitten im Wald und mit einem kleinem glasklaren See an seinem Ende. Hier trafen wir auch das finnische Pärchen wieder, das wir vorher schon mal überholt hatten und sich jetzt auch hier eine Erfrischungspause gönnte. Bis zur Hose im Wasser stehend erzählten sie uns, dass sie noch bis zum Kastro wollten, was zu Fuß noch etwas über 1 Stunde dauern sollte. Als wir sie nach unserer etwas späteren Weiterfahrt schließlich noch mal auf den steilen Serpentinen überholten, konnten wir uns deren Zeiteinschätzung auch erklären: es waren „Rennwanderer“. Ein fast übersehenes nach links Kastro, Thassosweisendes kleines Schild „Kosta’s Taverne“ (nicht nach rechts zur kleinen Kapelle auf dem angrenzenden Berg schauen) wies uns den Weg zum Kastro. War schon ein komisches Gefühl, wenn man in das an das Kastro angrenzende Dorf einfuhr. Viele kleine Steinhäuser, alle verlassen, alle verschlossen, teilweise verfallen, teilweise mit Anzeichen von Bauaktivitäten. Ein wahres Geisterdorf ohne Menschen. Die Reste der Kastromauern lagen auf einem Felsvorsprung und man hatte von hieraus einen atemberaubenden Rundumblick: Richtung Limenaria und zum Meer, auf der anderen Seite zum Ipsarion, dem mit 1206 Metern höchsten Berg der Insel. Neben der kleinen Kapelle befand sich noch ein Gebeinhaus. Gruselig der Blick hinein, überall Knochenteile und Schädel. In dieser Einsamkeit trafen wir auf dem Rückweg zum Motorrad dann noch – die Welt ist klein – einen Bielefelder mit seiner Enduro, der von Limenaria aus zum Kastro gefahren war und sein Wohnmobil auf dem Campingplatz von Pefkari hatte. Unser Heimweg sollte aber der gleiche wie auf der Hinfahrt sein, was wegen des teilweise starken Gefälles ganz schön in die Oberarme ging. Nach dem Erreichen unsers Hotels und einem ausgiebigen Unterwassersetzens des Bades gings dann zu Fuß die dunkle Straße entlang nach Potos. Eine Taschenlampe war sehr empfehlenswert, wenn man lebend ankommen wollte. Auch ein Hinweisschild am Straßenrand riet hierzu, da teilweise recht „zügig“ gefahren wurde. In der direkt am Strand liegenden Taverne „Irene“ nahmen wir gemütlich bei einem traumhaften Sonnenuntergang unser Abendessen ein. Das Essen war gut und die Preise ok. Für 20€ gab es für 2 Personen incl. Trinkgeld 1 Chicken Souflaki, 1 Chicken-Filet, 2 Bier, 1 Glas Rotwein, 1 Icetea. Bis 20:00 Uhr sollte man aber schon sein Plätzchen gefunden haben, denn danach brummt in diesem Teil von Potos mit all den Tavernen und Bars der Bär. Zum ruhigen Ausklang des Tages entschlossen wir uns, noch in der Pool-Bar unseres Hotels einen schönen Cocktail zu trinken (je 5,50€). Nicht so schön war, dass die „Schnarchnase“ des Hotelpersonals schon um 01:00 Uhr die Pool-Bar schließen und kassieren wollte.


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