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Reisebericht Madeira (Blumeninsel im Atlantik)

Urlaub 2011

Hinweis: da der Reisebericht recht lang geworden ist, wurde er in Unterkapitel aufgeteilt, die direkt angesprungen werden können!
Kapitel 1: Entscheidungsfindung, Anreise, Hotelanlage
Kapitel 2: Motorrad, Fahrt nach Funchal, Machico, Porto da Cruz
Kapitel 3: Fahrt nach Monte, Korbschlitten, Jardim Tropical
Kapitel 4: Fahrt nach Calheta über Ribeira Brava und Ponta do Sol
Kapitel 5: Camacha, Faial, Santana, Sao Jorge
Kapitel 6: Funchal
Kapitel 7: Canico de B., Ribeira Brava, Camara de L., Ponta do Garajau
Kapitel 8: Sao Vicente, Seixal, Ribeira da Janela, Porto Moniz (Norden)
Kapitel 9: Santa Cruz, Abreise


Kapitel 2

Sa. 19.11.11

Wie schon am Vortag vorgenommen, ging es gleich nach dem Frühstück zu Magoscar/Magosbike. Eigentlich hatte ich vor, zum Eingewöhnen an die Straßen von Madeira (viele Kurven, starke Steigungen) erst ein Auto und dann ein Bike zu mieten, aber für den Folgezeitraum hatte schon eine Gruppe vorreserviert. Also doch erst ein Motorrad und dann ein Auto. Die kleinste Maschine mit 650ccm und 50PS war auch schon verliehen und so wurde es für fünf Tage (länger BMW F650GS Twin, Madeiraleider nicht verfügbar) eine BMW F650GS Twin mit 800ccm, 71PS, ABS und Griffheizung. Auch nicht schlecht ;-). . Warum wir überhaupt ein Auto zusätzlich haben wollten? Ganz einfach: ein Motorrad dieser Klasse kostete in etwa das Doppelte von einem Auto. - Kurze Zeit später war es soweit und ein Angestellter brachte uns mit dem Auto in östlicher Richtung zu der Garage von Magoscar in der Nähe von Assomada (Autobahnabfahrt Nr. 17), wo wir unsere vollgetankte BMW in Empfang nehmen sollten. Nachdem wir unsere eigenen von Deutschland mitgebrachten Motorradklamotten angezogen hatten, machte ich erst mal allein einen kurzen Abstecher, um die Maschine etwas besser kennenzulernen. Da auf dieser Insel irgendwie alles am Berg liegt, führte mich meine erste Fahrt gleich steil den Hang hinauf. Blick auf Funchal, MadeiraUih, war die BMW eine „Kletterziege“, wie geschaffen für steile Serpentinen. Auch zu zweit alles kein Problem, nur die Blinkerschalter, BMW-typisch links und rechts, waren bei diesem Modell etwas gewöhnungsbedürftig. Nachdem wir wieder an unserem Hotel angekommen waren, machte ich noch solo eine kleine Spritztour, um das Fahrverhalten noch besser kennenzulernen ;-). Die Fahrt führte mich unter Umgehung der Autobahn über etliche Kurven die Küste entlang Richtung Funchal. Woah, war das plötzlich eine tolle Aussicht auf die Hauptstadt von Madeira. Alles lag vor mir, das Meer, die Stadt und der Hafen mit den Kreuzfahrtschiffen. Auch eine Aida zählte dazu. Da wir letztens mit der AIDAluna in der Karibik waren, trieb mich die Neugier weiter nach Westen zum Hafen. Mitten durch die quirlige Stadt, durch Kreisverkehre und vorbei an der Promenade erreichte ich den Kai, wo ich schließlich von einem freundlichen Security-Mann gestoppt wurde. Ab hier bis zur AIDA sollte es nur noch zu Fuß weitergehen. Schade, wäre am liebsten bis zum Schiff durchgefahren ;-). Bei dem Anblick wurden tolle Erinnerungen an unsere Hochzeitsreise wach. Auf dem Rückweg zum Hotel fand ich leider in dem Straßengewirr von Funchal die Zufahrt zur Küstenstraße nicht wieder und landete doch auch der Autobahn (das Vermeiden der Küstenautobahn sollte auch in Zukunft ein Problem werden und lässt sich nur das Einprägen von Namen kleiner Ortschaften umgehen). Kaum war ich auf der kurvigen zweispurigen „Rennstrecke“, da fing es auch schon an, ein wenig von oben zu tröpfeln. Mist, gleich bei der ersten Tour eine durchnässte Jeans bekommen. Also auf den nächsten Tunnel hoffen. Der ließ auch nicht lange auf sich warten und kaum war ich wieder aus diesem heraus, schien die Sonne schon wieder. Madeira halt. Mit Schauern musste man immer mal rechnen, aber lange dauerten sie nie an. Uns gab man auch später noch den Wetter-Tipp, bzgl. der Tour-Planung flexibel zu sein: wollte man auf der Südhälfte der Insel an einem Tag in den Westen fahren und dort regnete es, so sollte man an diesem Tag umdisponieren und den Osten anfahren und umkehrt. Fast eine Garantie, dass man immer schönes Wetter hatte. Weil ich meine erste Tour so toll fand, habe ich sie, gleich nachdem ich wieder im Hotel war, mit meiner Frau nochmal wiederholt. Es war doch noch viel schöner, solche Eindrücke zusammen zu erleben. Bevor sich dieser Tag dem Ende zu neigte, genossen wir noch ein leckeres Abendessen in netter Atmosphäre im Restaurant Galomar unseres Hotels. Dies hätten wir noch weit mehr genossen, wenn wir jetzt schon gewusst hätten, was uns diesbezüglich in der nächsten Zeit noch erwarten würde.


So. 20.11.11

Nach einem ausgiebigen Frühstück bei herrlichstem Wetter auf der tollen Poolterrasse vor dem Restaurant Galomar (s. auch Video) sollte Poolterasse Galomar, Madeiraes die Küstenstraße gen Osten nach Machico und Porto da Cruz gehen. Immer darauf bedacht, die landschaftlich schönere und auch ruhigere Küstenstraße zu erwischen. Also fuhren wir über etliche Serpentinen nach Gaula und Santa Cruz in Richtung Flughafen (weitere Bilder und die nachverfolgbare Route findet Ihr in unserer Bildergalerie 5). Kurz hinter Santa Cruz nach einem Kreisverkehr schien plötzlich die Straße im Nichts zu verschwinden. Wir konnten gar nicht sehen, wo sie weiterging. Man sah nur noch das Meer und die Landebahn des Flughafens im Hintergrund. Beim Näherkommen sahen wir den Grund: die Straße hatte bei dieser Ausfahrt des Kreisverkehres ein Gefälle von bestimmt 16%. Vorsichtig rollten wir steil bergab und gelangten so unter die von etlichen Stützpfeilern getragene Landebahn. Interessanterweise lagen hier auch etliche Segel- und Sportboote (s. auch während der Fahrt gefilmtes Video in unser Film- und Bildergalerie). Doch wo war die Küstenstraße nach Machico? Weg. Also doch wieder auf die Küstenautobahn und die nächste Abfahrt wieder runter. So erwischten wir doch noch die Straße oberhalb der Landebahn und nach Umfahrung eines Bergvorsprungs lag schließlich Machico vor uns. In der Nähe des Ortseinganges, wo auch die Autobahn wieder aus dem Tunnel kommt, erwischte uns ein Machico, MadeiraNovember-Regenschauer. Da es um 20 Grad warm war und er nur von kurzer Dauer, beschlossen wir nach dem Parken des Bikes, Machico, Madeiradie Promenade entlang zu schlendern, um uns ein kleines Restaurant in der Nähe des Hafens für eine Stärkung zu suchen. Von dort fiel der Blick auf die Bucht mit dem zur einen Hälfte aus Sand und zur anderen Hälfte aus dicken Kieseln bestehende Strand. Am anderen Ende ragte der hohe Gebäudeklotz des größten Hotels von Machico in den Himmel: „Dom Pedro Baia“. Da Machico zu Anfang der Reisevorbereitungen wegen des Sandstrandes in die enge Wahl gekommen war, waren wir nun froh, nicht dieses Hotel gebucht zu haben. Frisch gestärkt machten wir uns dann bei einem Mix aus Sonne und Wolken auf, den Ort zu erkunden. Sehr viel Interessantes gab es nicht zu sehen, außer einer alten kleinen Festungsanlage und einer Kirche. Irgendwo sollte es noch ein Amphitheater geben (wie sich später bei der Weiterfahrt herausstellte, war es eine Art Fußballstadion) , aber die Suche brachen wir bald ab und gingen an dem breiten von hohen Betonmauern eingefassten Flusslauf zurück zum Motorrad.
Unser nächstes Ziel war nun Porto da Cruz. Da es in Richtung Norden ab Machico keine Autobahn mehr gab, mussten wir nicht lange suchen, um die richtige Landstraße zu finden. Nach wenigen Kilometern zwischen Berghängen hindurch, fuhren wir in den ersten Tunnel. Kaum wieder raus, machte sich ein plötzlicher Temperatursturz bemerkbar, bevor es schon wieder in den nächsten Tunnel ging. Dieser war ganz schön lang und hatte ziemliches Gefälle. Schließlich lag der kleine von Berghängen umgebene Ort Porto Porto da Cruz, Madeirada Cruz an der nordöstlichen Steilküste von Madeira vor uns. Nach dem Parken des Bikes gingen wir hinunter zur Promenade, die direkt oberhalb des grobkieseligen Strandes mit der heftig rauschenden Brandung verlief. Baden im Meer war hier nicht zu empfehlen, darum wurde direkt an der Promenade ein geschützter öffentlicher Meerwasserpool angelegt. Direkt daneben konnte man sich in einem kleinen Restaurant stärken. Wir gingen aber die nett angelegte Promenade weiter in westlicher Richtung um einen Felsvorsprung aus Lavagestein herum. Es bot sich ein toller Blick die Steilküste entlang bis hin zur Ponta do Espigao Amarelo, die noch von Sonne beschienen wurde. Bei uns war der Himmel Flughafen bei Santa Cruz, Madeiraaber total bedeckt und die Temperatur bestimmt vier bis fünf Grad geringer als an der Südküste. Außerdem sah es so aus, als wollte es jeden Augenblick anfangen zu regnen. Wir waren jedenfalls froh, unsere Motorradjacken an zu haben. Ein Stückchen weiter hörten wir ein dunkles Grollen, das von einer ins Lavagestein gewaschenen Höhle stammte, in der sich die hohen Wellen brachen. Da der Weg direkt oberhalb der Höhle entlang führte, musste man auf den Rhythmus der Wellen achten, um nicht ungewollt geduscht zu werden. Vorbei an einer von hohen Mauern und Felsen geschützten etwas verwahrlosten Slipanlage für kleine Boote, einer Zuckerrohrfabrik (nur in Betrieb von April bis Juni) und einer weiteren Badeanlage schlenderten wir zurück zum Motorrad. Auf dem Rückweg nach Canico de Baixo nahmen wir ab Machico die Autobahn bis Santa Cruz (sparte einfach Zeit), wo wir oberhalb des Ortes ein kurzen Zwischenstopp an einem Aussichtspunkt einlegten. Gut konnte man von hier aus den Anfang der Landebahn des nahegelegenen Flughafens sehen. Auch das Wetter hatte sich, im Vergleich zur Nordküste, wieder gebessert: wärmer und sonniger (s. linkes Foto).



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