Allgemeine Informationen und Tipps zum Urlaub in der Dominikanischen Republik


Lage:
Inselstaat auf dem mittleren und östlichen Teil der Insel Hispaniola, die zur Inselgruppe der großen Antillen (Kuba, Grand Cayman, Jamaika, Navassa, Puerto Rica) gehört. Im Norden grenzt die Dominikanische Republik an den Atlantik, im Osten / Süden an das Karibische Meer und im Westen an den Staat Haiti (siehe auch unsere Galerie mit Übersichtskarten).

Größe:
ca. 48700km² (2/3 der Insel Hispaniola), Künstenlänge ca. 1200km

Zeit / Zeitzone:
im Vergleich zur Mitteleuropäischen Zeit (ohne Sommerzeit) sechs Stunden früher (-6h).

Sprache:
die Amtssprache ist Spanisch. Vielerorts, gerade in der Nähe von "Touristen-Hochburgen", wird aber mittlerweile auch Englisch gesprochen.

Einreise:
zur Einreise in die Dominikanische Republik wird ein Reisepass benötigt, der noch mindestens sechs Monate gültig ist. Zusätzlich ist vor Ort (meist am Flughafen nach der Landung) eine Touristenkarte für 10$ zu kaufen, die dann 30 Tage gültig ist. Wann genau und wer die Karte kaufen muss, war uns nicht so ganz ersichtlich, da bei unserer Einreise Reisende aus Frankreich bezahlen mußten und wir nur so durchgewunken wurden. Hm, sehr merkwürdig.

Größte Ortschaften:
Santo Domingo (Hauptstadt), Santiago de los Caballeros, La Vega, Puerto Plata, San Pedro de Macorís, Higüey, La Romana, San Cristóbal, San Francisco de Macorís, Los Alcarizos

Beliebteste Touristenorte:
zwischen Puerto Plata und Samaná im Norden, mittlerweile mehr im Osten bei Punta Cana und Bávaro

Beste Reisezeit:
Dezember bis April (Hauptsaison, außerhalb der Regenzeit und warm). Zu beachten ist aber auch, dass die über das Jahr gesehene durchschnittliche Luftfeuchtigkeit bei 83% liegt. Während der Monate Mai bis November (Nebensaison) muss mit mehr Regen und auch mit Wirbelstürmen gerechnet werden. Wir waren u. a. von Mitte Mai bis Anfang Juni dort und hatten eigentlich Glück mit dem Wetter. Es hat zwar ab und an heftig geschüttet, was kurzfristig zu fast 100% Luftfeuchtigkeit sorgte,.aber die Dauer des Regengusses hat 30 Minuten nicht über überschritten. Danach schien wieder die Sonne, als wäre nichts gewesen. Es kann aber zu dieser Jahrerzeit (Beginn der Regenzeit) auch anders verlaufen.

Strände:
herrliche palmengesäumte Sandstrände. Beliebteste Strände: Playa Bonita (einsam im Norden), Cabarete (Wassersport / Surfen, Norden), Playa Cofresi, Punta Cana (30km lang im Osten), Playa Caribe (Surfen bei Brandung, Südosten).
Je nach Jahreszeit, Windrichtung oder Bucht kann es aber sein, dass große Mengen Algen an den Strand gespült werden. Im Bereich der großen Hotels gibt es zwar unermüdlich arbeitende Angestellte, die versuchen, die Algen wieder vom Strand zu entfernen, aber an manchen Tagen ist dies eine Arbeit ohne Ende (so gesehen an der Küste bei Bavaro). Eine Bucht weiter kann es dann an dem Tag schon wieder ganz anders aussehen; nicht eine Alge.


Wassersport:
an allen größeren Stränden bietet sich die Möglichkeit Wassersport zu betreiben: Wasserski, Parasailing, Jetski, Waterpark, Tauchen, Schnorcheln, Motorbootfahrten, Segeln mit dem Katamaran, etc. (teilweise bei Hotels inklusive).

FKK:
offiziell ist FKK in der Öffentlichkeit nicht erwünscht. Es geht eher "sittsam" zu, da das Land stark katholisch geprägt ist.

Flughafen:
wichtigster Flughafen mit dem höchsten Passagieraufkommen ist Punta Cana (PUJ). Für Kreuzfahrtreisende wird der Flughafen in La Romana (LRM) angeflogen, da sich auch dort der Anleger befindet.

Geld:
die Währung in der dominikanischen Republik ist der Dominikanische Peso (DOP). 1 Peso = 100 Dominikanische Centavos. Es werden aber meistens auch US Dollar. Man sollte aber dann immer den momentan berechneten Wechselkurs beachten. In größeren Hotels gebuchte Ausflüge werden aber meist in US Dollar bezahlt.

Taxi:
ein Taxi findet man meistens an Sammelpunkten aber auch vor großen Hotels. Besonders günstig sind sie aber nicht. So wollte ein Taxifahrer für eine Strecke von ca. 2km 7,50$ pro Person und Fahrt haben. Manchmal bieten sie auch "vergünstigte" Preise an, wenn man sie gleich auch für die Rückfahrt bucht (Vorabzahlung). Problem: ob sie dann auch am vereinbarten Abholpunkt zur vereinbarten Zeit auftauchen ist mehr ein Glücksspiel. Also, wenn es denn doch mal ein Taxi sein soll, lieber nur eine Strecke buchen und bezahlen (versuchen zu handeln!).

Straßen:
der Zustand der Straßen ist größtenteils gut. Dagegen ist der in der Dominikanischen Republik praktizierte Fahrstil für Nordeuropäer recht gewöhnungsbedürftig, da größtenteils "sehr zügig" und wild durcheinander gefahren wird. Zweiradfahrer leben besonders gefährlich. Gerade gut ausgebaute vierspurige Teile werden schon mal gerne als "Rennstrecke" benutzt.

öffentliche Verkehrsmittel:
es verkehren zwar Busse unterschiedlicher Größe, die recht preisgünstig sind, aber deren Haltestellen sind schwer zu identifizieren und haben auch meistens keinen ausgehängten Fahrplan. Manche Busse verkehren nur von Endpunkt zu Endpunkt ohne Zwischenhalt, manche (meist Minivans) haben keine richtigen Haltestellen und reagieren auf Zuruf / Winken (aber wo fahren sie dann hin?). Wir haben unseren Versuch, von Bavaro nach La Romana mit dem ÖPNV zu fahren, aufgegeben, da wir trotz Beschreibung der Hotelrezeption keine Haltestelle in der Nähe unseres Hotels entdecken konnten und zusätzlich hätten umsteigen müssen, ohne zu wissen, welcher Bus wo genau weiterfährt. Außerdem wurde uns empfohlen, als Touristen nicht nach Sonnenuntergang noch unterwegs zu sein (s. Kriminalität). Kurz gesagt: alles sehr verwirrend. Wer es trotzdem wagen möchte, der kann sich die ausführliche Beschreibung zum ÖPNV von Christian (Reiseblog für Individualreisende & Backpacker) [ext. Link] durchlesen.

Kriminalität:
die Lage in der Dominikanischen Republik ist zwar recht stabil, aber die Kriminalitätsrate dafür sehr hoch. Häufig sind zum Beispiel Taschendiebstähle, Raubüberfälle, das Aufbrechen von Autos und Einbrüche in Privat- und Ferienhäuser. Überfälle auf Fussgänger und Automobilisten durch bewaffnete Motorradfahrer kommen ebenfalls vor. Die Täter sind in aller Regel mit Messern oder Schusswaffen bewaffnet und schrecken vor Gewaltanwendung nicht zurück. Weitere Infos siehe unsere Links mit Informationen des deutschen Auswärtigen-Amtes. Innerhalb von den meist großen Hotelanlagen sollte man sich aber sicher bewegen können, da sie größtenteils bewacht sind. Ausflüge sollten vorzugsweise über das Hotel oder über anerkannte Reisebüros gebucht werden. Trotzdem wird man manchmal gewahr, dass das Pflaster in der Dom-Rep nicht immer unbedingt sicher ist. Bei einem Zwischenstopp bei einem Supermarkt fiel uns vor dem Geschäft ein Wachmann auf, der sich ganz lässig auf seine Pump-Gun stützte...


Mietwagen / Mietmotorräder:
hierzu können wir nur sagen, dass uns von der Anmietung eines Fahrzeugs abgeraten wurde. Einerseits wegen der recht rüden Fahrwiese der anderen Verkehrsteilnehmer und andererseits wegen schon vorgekommener provozierter Unfälle mit entsprechenden Folgen (Abzocke) oder vorgetäuschten Pannen mit "fragwürdiger" Hilfsbereitschaft.

Stromversorgung:
220 / 230 Volt. Ein Adapterstecker ist nicht nötig.

Unser Eindruck nach einem 3-wöchigen Urlaub in der dominikanischen Republik (Bavaro) Mitte Mai / Anfang Juni 2018:
vorweg gesagt: der Urlaub war ein Traum. Mit dem Hotel (5* AI, Adults only, Bahia Principe Gruppe) hätten wir es nicht besser treffen können (s. hier). Es war in der weitläufigen Hotelanlage alles für einen tollen entspannten Urlaub vorhanden und man wurde von vorne bis hinten umsorgt. Einziges Manko war allerdings etwas die Lage des Hotels. Gemeint ist hiermit die Entfernung zu besuchenswerten Orten oder Städten bzw. die recht komplizierte Anbindung mit öffentlichen Verkehrmitteln. Wer also etwas von dem karibischen Flair und Treiben in Städten wie z.B. La Romana oder Santo Domingo kennenlernen wollte, der hatte hier ein Problem. Wer dagegen aber nur Relaxen, den Strand mit seinen Wassersportmöglichen nutzen, den Pool genießen oder es sich einfach nur innerhalb der Hotelanlage gutgehen lassen wollte, der war hier absolut richtig. Darüber hinaus gab es, falls der Tag doch mal zu lang wurde, etliche Möglichkeiten, in der Hotelanlage Ausflüge zu buchen, um die Umgebung zu erkunden (z.B. Inseln Saona / Catalina) oder einfach nur Spaß zu haben (z.B. Buggy Tour). Da wir dringend Entspannung brauchten, war letzteres (Kombination aus Relaxen + Ausflügen) genau das Richtige für uns gewesen. Obwohl die Länge unseres Urlaubs drei Wochen betrug, war die Zeit vieeeel zu kurz.

Für weitergehende Information lohnt es sich, mal hier zu schauen: Reiseführer-Empfehlung Dominikanische Republik.