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Reisebericht 2. Karibik-Kreuzfahrt mit der AIDAluna (Tour 1)


Urlaub 2013

Kapitel 1: Vorbereitung, Anreise nach La Romana (Dom. Rep.)
Kapitel 2: Seetag, Aruba (Ausflug mit der "Mi Dushi")
Kapitel 3: Curacao, Willemstad
Kapitel 4: Bonaire, Südküste und Strand
Kapitel 5: Isla de Margarita, Tour für Naturliebhaber
Kapitel 6: Kapitel 6: Grenada, Typisch Grenada
Kapitel 7: Barbados: Wanderung zum Strand
Kapitel 8: St. Lucia: Typisch karibisch genießen
Kapitel 9: Antigua: Antigua per Allrad
Kapitel 10:


Kapitel 3:

Tag 4 Curacao, 26.11.2013:

Heute hatten wir keinen Ausflug gebucht, sondern wir wollten die nähere Umgebung auf eigene Faust etwas erkunden. Deshalb begann der Tag in aller Ruhe. Beim Curacao, WillemstadAufziehen der Vorhänge fiel unser Blick direkt auf die Häuser von "Willemstad". Die AIDAluna hatte mitten in der Stadt festgemacht (s. auch unseren Film: Curacao / Willemstad, Blick von der AIDAluna). Die noch feuchten Straßen zeugten von vor kurzem gefallenen Regen. Mittlerweile zeigte sich aber wieder etwas die Sonne. Nach dem Frühstück gingen wir erst mal getrennte Wege. Für Grit war heute Wellness in Form einer ausgiebigen Ganzkörpermassage an Bord angesagt (bereits von zuhause gebucht). Also machte ich mich allein auf den Weg in die Stadt und zu dem anderen Kreuzfahrtschiff, das von der AIDAluna aus zu sehen war und an einem Anleger vor der Küste festgemacht hatte. Kaum hatte ich die Luna verlassen, fiel mir am Straßenrand eine alte Couch auf, neben der mehrere Wassereimer standen. Sperrmüll? Nein, daneben hing noch ein Schild "Car wash". So unorthodox konnte man auf Curacao sein Auto waschen lassen ;-).
Vorbei an der bekannten "Queen Emma"-Schwenkbrücke und einigen Verkaufsständen mit Souvenirs und einheimischen Produkten erreichte ich das "Rif Fort" am Hafeneingang. Innerhalb der Festungsmauern befanden sich einige Rif Fort, Willemstad / CuracaoGeschäfte, Bars und Restaurants. Hier war reges Treiben und gleichzeitig auch Relaxen unter den Sonnenschirmen bei karibischer Musik angesagt. Insgesamt eine nette entspannte Atmosphäre. Einen kurioser Kontrast dazu bildeten die geschmückten Weihnachtsbäume. War immer wieder lustig, 29 Grad, kurze Hose und T-Shirt, Sonnenschein, Reggae und dann diese Tannenbäume. Ich wollte gerade weiter in Richtung Küste, als sich plötzlich der Himmel verdunkelte und ein kräftiger karibischer Schauer vom Himmel fiel. Aber das kannte ich ja schon. Also, einfach 10min irgendwo unterstellen, dann Queen Emma Bridge, Curacaowar der Spuk wieder vorbei und ich erreichte den Anleger an der Küste, wo die "Azura" von P&O Cruises vertäut war. Klar, dass dieses Schiff nicht innerhalb der Stadt anlegen konnte; es war um einiges größer als die AIDAluna.
Langsam wurde es wieder Zeit, aufs Schiff zurückzukehren. Grit war mittlerweile auch von ihrer total entspannenden Massage zurückgekommen (war herrlich) und so stärkten wir uns zusammen wieder in einem der Restaurants auf dem Schiff, um danach Willemstad etwas ausführlicher zu erkunden. Vorbei an einem abenteuerlich aussehenden Wasserverkäufer, der sich taktisch direkt an der "Queen Emma-Bridge" postiert hatte, betraten wir die Schwimmbrücke (hier stand auch im Novermber 2012 im Rahmen des Recalls von DSDS das Jury-Pult von Dieter Bohlen & Co.). Alle paar Meter war Markt Willemstad, Curacaosie von beleuchtbaren Bögen überspannt. Wie das wohl nach Sonnenuntergang aussah? Wir sollten es noch sehen.
Nach ca. 168m erreichten wir die gegenüberliegende Seite. In Richtung der 490m hohen Königin Juliana Brücke gings weiter, aber nicht, ohne erst mal einen Stopp in einer der Bars direkt am Hafen und den bunten Häusern, mit Blick auf das Kreuzfahrtschiff, einzulegen. Unter den Sonnenschirmen waren Wasservernebler angebracht, die an Stelle von Ventilatoren für eine Abkühlung sorgen sollten. Leider warteten wir hier 20min. vergebens auf eine Bedienung. Scheinbar hatten schon genug Touris ihr Geld in diesen Bars gelassen. Ohne ein kühles Getränk zogen wir weiter.
Schließlich erreichten wir eine Straße, entlang der etliche Marktstände aufgebaut waren. Das Angebot an exotischen Früchten und Gemüsesorten war reichlich. Melonen hatten hier Abmessungen von Medizinbällen und etliche andere Sorten hatten wir nie zuvor gesehen. Kaum staute sich der Autoverkehr auf der Straße, stürmten die Verkäufer mit prall gefüllten Obstbeuteln auf die Fahrer zu. Teilweise sogar mit Erfolg. "Drive in" mal anders. Apropo "Drive in": wenig später sahen wir auch noch ein Hinweisschild zu Mc Donalds. Fast food gab's also auch auf einer kleinen karibischen Insel ;-).
Bevor wir durch die Innenstadt schlenderten, besuchten wir noch einen der "Gemischtwarenläden", um uns Getränke zu kaufen. Ich, in der Karibik immer auf der Suche nach "einheimischen" Bieren, versuchte es mit "Polar". Nie wieder. Aber interessanterweise wollte mir ein alter Einheimischer zum Bier unbedingt einen Strohhalm andrehen. Bier durch einen Strohhalm? Hätte es dann besser geschmeckt? Sehr seltsam. Aber ich wollte ja nicht unhöflich sein, also nahm ich wenigstens den Halm mit. Zusätzlich machten wir uns noch auf die Suche nach einem neuen Außen-Thermometer, da unser altes seinen Geist aufgegeben hatte. Fehlanzeige. Wo wir auch fragten, uns wurde allerhöchsten immer wieder ein Fiberthermometer angeboten. Aber egal, in der Karibik war es eh entweder warm oder warm ;-).
Im östlichen Zentrum von Willenstad befanden sich zahlreiche Geschäfte und eine Fußgängerzone, in der man aber Curacaoauch mal auf den Boden schauen mußte, denn hier sollten wohl mal Bäume gepflanzt werden. Bis jetzt gab es aber nur 10cm tiefe offene Löcher. Das Angebot in den Geschäften reichte von billigen Touri-Souvenirs bis hin zu teuren Designerstücken beim Juwelier. Sogar ein "Viktoria Secret" Geschäft entdeckten wir. Von Heidi aber keine Spur und ob der Laden wirklich "echt" war, konnten wir auch nicht mit Sicherheit sagen. Nur, das die Preise ganz schön happig waren. Mittlerweile ging es auf 18:00 Uhr zu. Um diese Zeit schlossen hier alle Geschäfte. Sehr früh, wie wir für eine Stadt fanden, die gerne von Kreuzfahrtschiffen Curacao, Willemstadangelaufen wird. So verließen wir das Zentrum und schlenderten durch den Wilhelmina-Park mit riesigen Curacao-Buchstaben aus Stein in Richtung Küste. Und hier fanden wir dann eine traumhafte Ecke mit einigen etwas versteckt gelegenen Bars und Restaurants direkt am Meer. Kaum ein Touri hatte sich hierhin verirrt. Aber warum nicht? Hier konnte man zwar nicht aus "sein Schiff" schauen, aber die Atmosphäre war um einiges schöner. Und man wurde sofort bedient. Fein eingedeckte Tische, Palmen, etwas Musik, die langsam untergehende Sonne vor Augen und das rauschende Meer vor den Füßen; was brauchte man mehr zum Entspannen. Also mein Tipp: kehrt nicht in die erst beste Bar am Hafen von Willemstad ein, sondern geht mal ein paar Schritte weiter östlich die Küste entlang. Es lohnt sich.
Wieder zurück an der "Queen Emma"-Pontonbrücke, die übrigens nur für Personen erlaubt ist, vernahmen wir das Horn der "Azura", die sich vor der tief stehenden Sonne zum Ablegen bereit machte. Zeitgleich öffnete sich unter lautem Dröhnen der Dieselmotoren die Schwimmbrücke für eines der Ausflugsboote. Normalerweise ertönte eine laute Klingel, die das Öffnen ankündigte, damit möglichst alle Personen sie noch verlassen konnten, aber wer gerade noch auf ihr war, der blieb halt auch dort bis sie sich wieder schloss (s. auch unseren Film: Curacao, Rundgang durch Willemstad).
Etwas hungrig gingen wir zurück auf die AIDAluna, um uns etwas frisch zu machen und zu abend zu essen. Da die Luna aber erst gegen 22:00 Uhr wieder auslaufen sollte, blieb uns noch bis 21:30 Uhr genug Zeit, am Hafen noch etwas trinken zu gehen. Nicht nur unser Schiff war jetzt beleuchtet, auch die bunten Häuser Königin Emma Brücke, Willemstad / Curacaoam Hafen von Willemstad waren angestrahlt und die Bögen auf der "Queen Emma-Bridge" leuchteten in wechselnden Regenbogen ähnlichen Farben. Eine tolle Kulisse an diesem 25 Grad warmen Winterabend. Im Zentrum der Stadt war gar nichts mehr los; wie gesagt, die Geschäfte hatten um 18:00 Uhr geschlossen. Alles spielte sich am Hafen ab. Die Bars auf der Ostseite waren wieder gut besucht und eine Live-Band sorgte für Unterhaltung. Ein Einheimischer forderte spontan Grit mitten auf der Straße zu einem Tänzchen auf. Überall herrschte ausgelassene Stimmung. Urlaub in der Karibik halt. Diesmal bekamen wir sogar direkt am Wasser einen Sitzplatz und kühle Getränke. Plötzlich kam Bewegung in die Menschen; alle rückten dichter unter den Sonnenschirmen zusammen, denn ein erneuter karibischer Schauer sorgte für ergiebige Regenfälle, die sich in Sturzbächen von den Regenschirmen ergossen. Als wir schließlich leider wieder zum Schiff zurück mußten, war es aber bereits wieder trocken.
Da das Auslaufen schließlich unmittelbar bevor stand, hieß es Sammeln am Heck der AIDAluna, um die besten Plätze mit der besten Aussicht zu ergattern. Bevor unser Kreuzfahrtschiff wieder rückwärts aus dem Hafen auslaufen konnte, mußte die bunt leuchtende "Queen Emma"-Brücke sich komplett öffnen. Nach etwa einer viertel Stunde ertönte das Schiffshorn, aus den Bordlautsprechern schallte die Auslaufmusik und die Luna setzte sich ganz langsam in Bewegung, um zielsicher durch die enge Hafenausfahrt auf's offene Meer zu gelangen (s. auch unseren Film: Curacao, Willemstad bei Nacht / Auslaufen).
Es war ein schöner Tag auf Curacao, auch wenn wir nur etwas von Willemstad und nicht viel vom Rest der Insel gesehen hatten. Aber das ist auch das Dilemma bei Kreuzfahrten, man hat vor Ort relativ wenig Zeit und muß sich für etwas entscheiden; Ausflüge über die Insel, auf eigene Faust etwas unternehmen, am Strand liegen oder sogar auf dem Schiff die Stille und den Platz genießen, wenn alle von Bord gegangen waren. Für letzteres, meinen wir, muß man nicht in die Karibik fahren. AIDAluna Pooldeck LasershowDa wir für die nächsten Tage noch einige Ausflüge gebucht hatten, wollten wir es halt auf Curacao etwas ruhiger angehen und nur den Hauptort erkunden. Willemstad ist auf jedenfall sehenswert. Und besser kann man es nicht haben, man "fällt" aus seinem schwimmenden Hotel und ist schon mitten in der Stadt.
Nach dem Auslaufen gingen wir noch auf das Pooldeck, um noch etwas zu trinken und um uns die Lasershow anzugucken. Ein wenig war ich schon enttäuscht, da es sich „nur“ um eine Beamshow ohne Animationssequenzen handelte (wenn man einen eigenen Showlaser besitzt, ist man wohl etwas verwöhnt ;-) ). Aber egal, die grünen Strahlen zuckten über das Deck und weit auf das offene Meer hinaus. Sie zauberten zusammen mit der guten Musik eine interessante Atmosphäre.
Grit wollte irgendwann dann schon mal auf die Kabine vorgehen. Nur, von mir unbemerkt, rutsche Sie leider beim Herabsteigen von der Poolumrandung auf dem noch vom Regen feuchten Pooldeck aus und schlug böse mit dem Kopf auf. Gott sei Dank kamen sofort andere Passagiere und AIDA-Crewmitglieder zu Hilfe, kümmerten sich um sie, brachten Eis zum Kühlen und informierten den Arzt, der sie auch bei ihrem Eintreffen beim Bordhospital auf Deck 3 bereits erwartete. Ein Dank an dieser Stelle an alle Beteiligten und die AIDA-Crew, die selbst um Mitternacht noch eine gute medizinische Versorgung der Passagiere sicherstellte! Somit endete der Tag für Grit nicht so schön, wie er begonnen hatte...


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